OHNE ERINNERUNG GIBT ES KEINE LIEBE
| Autor: | Rioja, Marcelo |
| Colaborador: | Rioja, Marcelo (Traductor) |
Ohne Erinnerung, gibt es keine Liebe ist eine poetische Reise von der Arktis bis zu den Toren der Antarktis, mit Zwischenstopps in Afrika und Australien. In jedem Gedicht verwebt Marcelo Rioja zwei Stimmen: eine dokumentarische Referenz auf die Weltanschauung eines indigenen Volkes —seine Beziehung zur Erde, zum Wasser, zu den Tieren, zu den Vorfahren und zur spirituellen Welt— und ein intimes Gedicht, das daraus geboren wird, ohne den Anspruch zu erheben, in seinem Namen zu sprechen, sondern ihm mit Respekt zuzuhören und es in der eigenen Erfahrung der Liebe widerhallen zu lassen.
Inuit, Guaraní, Maya, Mapuche, Lakota, Yagán, Selk’nam, Aché, Chiquitano und die San-Völker der Kalahari —wie die Hai||om im Norden Namibias, in der Region Etosha—, unter vielen anderen, leihen ihre Himmel, ihre Flüsse, ihre Berge, ihre Wüsten und ihre Erinnerung einer einzigen Frage: Wie sagt man Ich liebe dich in der Sprache derer, die wissen, dass die Erde, der andere und man selbst ein und dasselbe Netz von Beziehungen sind?
Das Ergebnis ist ein Buch, das man nicht am Stück liest: man durchwandert es. Wie man ein Territorium durchwandert. Wie man lernt, die Zeichen des Windes, die Spuren im Wald oder den Glanz eines Sterns zu lesen. Denn, wie der Titel warnt, ohne Erinnerung gibt es keine Liebe. Und dieses Buch ist vor allem eine Übung der Erinnerung: die der Völker, die derer, die die Träume bewohnen, die der Menschen, die behaupten, dass die Gegenwart nur Sinn hat, wenn sie geteilt wird.